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Zwar gab es seit dem Release von Half-Life 2 im letzten Jahr einige recht interessante News, bis auf die Ankündigung von Half-Life 2: Aftermath war aber keine wirkliche Top-News dabei. Doch diese Trockenphase hat heute ein Ende, denn in der aktuellen Ausgabe des Magazins Computer Gaming World gibt es Tonnen an neuen Informationen aus der Welt von Half-Life und Valve.
Beginnen wollen wir mit Half-Life 2: Aftermath, welches uns noch dieses Jahr ins Haus steht. Die Kollegen von Computer Gaming World führten ein Interview mit Marc Laidlaw (Story-Autor von Half-Life 1 & 2) und Robin Walker (Design Manager). Zunächst wagte man den Rückblick auf das Ende von Half-Life 2, welches in den Augen vieler Fans nicht ideal gewählt wurde. Autor Marc Laidlaw denkt jedoch etwas anders darüber, ihm gefällt sein umstrittenes Ende sehr gut. So äußerte er, dass man bereits bei der Ankunft in City 17 die Zitadalle vor Augen hat und nur darauf wartet, dass dort alles endet. Zudem bietet das offene Ende Raum für Spekulationen, was den Autor natürlich sehr freut. Während Fans vor dem Release von Half-Life 2 in erster Linie nach der Menge an Waffen und Levels fragten, stehen jetzt Fragen um den Verbleib von Gordon und Alyx im Vordergrund. Die Story erhält durch das verwirrende Ende also endlich die Aufmerksamkeit, die sie bereits seit Teil 1 verdient.
Doch kommen wir endlich zum Add-On selbst. Anders als in Half-Life 2 wird Alyx in Aftermath die ganze Zeit an der Seite unseres Helden unterwegs sein. Dies erfordert eine enorme Verbesserung der KI (Künstliche Intelligenz), da Alyx in spielerisch schwierigen Situationen nicht einfach abhauen kann. So muss Gordons hübsche Begleiterin also auch klettern, laufen und springen. Mit der KI aus Half-Life 2 ist das nicht möglich, weshalb man viel Mühe in eine verbesserte KI investierte, die Robin Walker treffend als "Persönlichkeits-Code" bezeichnete. Wir dürfen gespannt sein, wie intelligent sich Alyx im fertigen Add-On verhalten wird.
Doch nicht nur zu Half-Life 2: Aftermath, auch zum Gratis-Level Lost Coast gibt es einige neue Infos. Beginnen wir mit der wohl wichtigsten Information: Lost Coast erscheint innerhalb der nächsten 1-2 Wochen! Wenn diese Angabe tatsächlich stimmt, dann solltet ihr ggf. schnell den Hardware-Händler eures Vertrauens aufsuchen und euren PC startklar machen! Zudem wurde in der Computer Gaming World ein neues Feature näher beleuchtet. Wie bereits vor einigen Monaten angekündigt, wird Lost Coast über einen Directors Modus verfügen. Dieser ermöglicht euch - ähnlich wie bei Film-DVDs - einen Audio-Kommentar der Macher zu hören. Doch in Lost Coast wird dieses Feature bedeutend interaktiver sein als bei Filmen. So gibt es z.B. Icons im Level, die bestimmte Hintergrundinformationen verbergen. Während ein Icon einen Audio-Kommentar eines Entwicklers aktiviert, sorgt ein anderes Icon dafür, dass ihr kurzzeitig die Kontrolle über die Kamera verliert und euch gewisse Details gezeigt werden, die ihr sonst eventuell übersehen hättet. So verpasst ihr wirklich nichts und erfahrt zudem jede Menge über die Entstehung des imposanten Levels.
Die vielleicht interessanteste Neuigkeit aus der Welt von Gordon Freeman folgt jedoch jetzt, denn erstmals äußerte sich Gabe Newell konkret zu den Nachfolgern von Half-Life 2 und Aftermath. Denn statt wie bisher alle paar Jahre ein neues Kapitel der Half-Life-Saga zu veröffentlichen, möchte man zukünftig alle drei Monate eine Kurzepisode veröffentlichen. Statt Half-Life also wie eine große Film-Reihe zu erzählen, möchte man es zukünftig in Serienform veröffentlichen. Die Episoden sollen dann regelmäßig über Steam erscheinen und später auch als Paket im Handel verkauft werden. Ob diese Pläne jedoch schon "in trockenen Tüchern" sind, können wir derzeit nicht genau sagen.
Auch zur Portierung von Day of Defeat gibt es eine Neuigkeit. Erstmals äußerte sich Valve zu einem möglichen Preis für die ehemalige WW2-Mod. Day of Defeat: Source wird über Steam für einen Preis zwischen 10 - 20 US-Dollar (8 - 16 Euro) zu kaufen sein. Dieser Preis erscheint sehr fair und dürfte für fast jeden DoD-Fan erschwinglich sein.
Doch auch technische Details fanden im ausführlichen Artikel der Computer Gaming World Erwähnung. So denkt Gabe Newell derzeit bereits über die nächste technische Revolution nach. Er träumt von einer Technik namens Image-Based-Rendering, die den Bau von riesigen Welten ermöglichen soll. Während die unmittelbare Umgebung aus High-Poly-Modellen bestehen soll, sieht man in weiter Entfernung nur ein Bild der entfernten Landschaft. Erst wenn man näher kommt, wird die Landschaft langsam berechnet. So soll auch bei geringer Rechenleistung die Darstellung von riesigen Arealen ermöglicht werden.
Zum Schluss gibt es noch kleine Details über Steam zu berichten. Zunächst gestand Gabe Newell ein, dass die Einführung von Steam nicht unbedingt ideal verlief. Doch man arbeitet hart an der Online-Plattform und programmiert heimlich bereits Steam 2 & 3, welche ohne Wissen der User bereits getestet werden. Also sind verschiedene Versionen von Steam im Umlauf, um die beste Konfiguration zu finden.
Ich hoffe, dass euch die neuen Informationen gefallen und ich diese (zugegeben recht lange) News nicht ganz umsonst geschrieben habe.
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